Letztes Update: Juli 2007

2005

Claire bei einer Preisverleihung 2005

Nach dem “It’s all about Love” Desaster wartete Claire allerdings mit einer Überraschung auf — durch Zufall erhielt sie 2003 kurzfristig die Rolle von Kate Brewster in dem Action-Spektakel “Terminator 3″. Wie erwartet wurde der Film ein großer Hit an den Kinokassen und somit Claires größter kommerzieller Erfolg ihrer Karriere. Auch wenn der Film wohl weniger anspruchsvolles Arthouse-Kino darstellt, war dieser SciFi-Film eine willkommene Abwechslung, um ihren Frust abzulassen und gleichzeitig sich wieder in die Erinnerung des Kinopublikums zu spielen.

2004 sollte dann vor allem für ihr Privatleben ein wichtiges Jahr werden. Bei den Dreharbeiten zu dem Richard Eyre Film “Stage Beauty” lernte sie ihren acht jahre älteren Co-Star Billy Crudup kennen und lieben. Sie trennte sich von ihrem langährigen Freund Ben Lee, um mit Billy zusammen zu sein. Auch Billy Crudup trennte sich von seiner Freundin Mary-Louise Parker, die jedoch zu der Zeit mit seinem Kind schwanger war. Dies resultierte in einem größeren Medienecho vor allem in der US-Boulevard-Presse, unter der die Marketing-Aktionen für “Stage Beauty” erheblich litten. Danes und Crudup hielten sich in der dieser Zeit stark aus der Öffentlichkeit zurück und treten bei öffentlichen Veranstaltungen nur selten gemeinsam auf. Erst Anfang 2006 gaben sie diese Isolation langsam auf.

Wir sind alle auf einer gemeinsamen emotionalen Reise. Und der Sinn der Schauspielerei ist das Teilen, das Verbinden. Darum liebe ich es zu schauspielern. Eine Rolle spielen ist auf meine Einsamkeit die großartigste Antwort die ich gefunden habe. “Ich liebe das Filmemachen. Ich mag es, wie man für einige Monate sein Leben mit dieser kleinen Gruppe von Leuten verbringt und sie zu deiner Familie werden. Es ist grossartig, sich wie Teil einer Gemeinschaft zu fühlen. Die gleichen Gesichter tauchen auf und die Welt wird kleiner und kleiner. Es ist wundervoll, dazuzugehören.”

Claire über ihre Motivationen

Mit ihrem Glück im Privatleben verlief auch ihre berufliche Karriere erfolgreich. Auch wenn “Stage Beauty” wiedermal nicht der erhoffte Blockbuster Hit wurde, sondern nur mit wenigen Kopien in den US-Kinos startete, so brachte sie sich mit einer exzellenten Performance zurück in die Lobeshymnen der Kritiker und Fans. Sie zeigte weiterhin, dass sie seit ihrer Rolle als “Angela Chase” kontinuierlich als Schauspielerin gewachsen war und nach wie vor zu den wenig beachteten Stars ihrer Altersgruppe zählt.

Shopgirl

Claire in “Shopgirl” 2005

Steve Martin verpflichtete sie 2004 für die Hauptrolle in der Verfilmung seiner Novella “Shopgirl”, die 2005 in die US Kinos kam. Als Verkäuferin Mirabelle in dem Edel-Kaufhaus “Saks”, die sich in den weitaus älteren Ray Porter (Steve Martin) verliebt, gewann sie die Anerkennung vieler Kinokritiker. Steve Martin zeigte erneut, dass er nicht nur als Komiker eine gute Leistung darbieten kann. Leider gelang es dem Film kaum, in der Öffentlichkeit genügend “Buzz” zu erzeugen und der Film lief nur wenige Wochen mit wenigen Kopien in ausgewählten Kinos in den Vereinigten Staaten. Obwohl einige Kritiker ihre Leistung in ihrem mittlerweile zwanzigsten Film als würdig für eine Oscar-Nominierung einschätzen, wurde Claire bei fast allen größeren Filmpreisauswahlen nicht berücksichtigt. Daran änderte auch nicht ihre Nebenrolle als Filmschwester von Sarah Michelle Parker in dem Dramedy-Film “The Stone Family”, der Ende 2005 in die Kinos kam. Claire lieferte wie gewohnt eine solide Performance neben Stars wie Diane Keaton ab, wurde aber bei Preisverleihungen erneut kaum gewürdigt.

Aufmerksamkeit erregte sie stattdessen bei Freunden des Modern Dance, als sie auf Anregung ihrer besten Freundin Ariel Rogoff Heitler aus Kindheitstagen wieder mit dem Tanzen begann. In einem kurzen Gastspiel an ihrer alten Lernstätte, PS 122, performte sie über zwei Wochen im September 2005 das Tanzstück “Christina Olson: American Model”, inspiriert durch das bekannte Gemälde “Christina’s World” des amerikanischen Künstlers Andrew Wyeth. In dem von Tamar Rogoff (die Mutter von Ariel) choreographierten Stück geht es um eine junge Frau, die nach einer schwere Erkrankung ab der Hüfte abwärts gelähmt ist und nicht mehr gehen kann. Das Stück ist sehr körperbetont und verlangte Claire einiges ab. Sie bereitete sich knapp ein Jahr auf die Aufführung vor.

Christina Olson

Claire in Vorbereitung für “Christina Olson” (2005)

2006 spielte sie die Hauptrolle neben Richard Gere in dem Krimi/Action Film “The Flock”. Claire spielt darin die junge Assistentin eines Cops (Richard Gere), der die mysteriöse Entführung und möglichen sexuellen Mißbrauch eines jungen Mädchens aufklären will. Der Film wurde zwischen Dezember 2005 und März 2006 gedreht und sollte eigentlich im Herbst 2006 in die US-Kinos kommen. Doch das Projekt war von zahlreichen kreativen Streitereien überschattet, unter anderem wurde der Regisseur während den Dreharbeiten ausgetauscht und der Starttermin des Films wiederholt verschoben. Schließlich startete der Film im Sommer 2007 in Japan während in den USA ein Kinostart frühestens für 2008 wahrscheinlich schien.

Ferner war sie verpflichtet für die Rolle einer jungen Hausfrau in dem Projekt “Pushers Needed” neben Joan Allan und Maggie Smith. Eine Gruppe von Hausfrauen gewinnt eine Reise nach Lourdes und dieser vermeintliche Urlaubstrip wird das Leben dieser unterschiedlichen Frauen verändern. Doch ein Termin für den Drehbeginn für “Pushers Needed” wurde nie bekannt gegeben, die Finanzierung dieses Filmes war Gerüchten zufolge gescheitert.

Von Ende 2006 bis Anfang 2007 stand sie schließlich für zwei Filme vor der Kamera: Zunächst für “Evening“, ein mit großen Schauspieler-Namen gespickten Drama-Epos. Anfangs sogar mit leisen Oscar-Hoffnungen gestartet entwickelte sich der Film bei seinem US-Kinostart im Frühsommer 2007 aber rasch zu einem großen Flop, der von Kritikern und Zuschauern fast durchweg ignoriert wurde. Der Film spielte nicht mal seine Produktionskosten ein.

Kurz nach Drehschluss zerbrach auch ihre Beziehung mit Billy Crudup. Claire hatte sich am Set von “Evening” in ihren Filmpartner Hugh Dancy verliebt. Claire und Hugh sind seit Anfang 2007 ein Paar.

Claires zweiter Film in 2007 verspricht der erste große Erfolg seit Jahren für Claire zu sein: Sie spielt in der Verfilmung von Neil Gaimans Fantasy-Märchen “Stardust” einen gefallenen Stern. Neben Robert de Niro und Michelle Pfeiffer kam Claire die Hauptrolle in diesem Film zu.

Auch ihr Privatleben wird sicherlich weiterhin von der Boulevard-Presse unter Beobachtung stehen. Doch einer möglichen Hochzeit steht sie reserviert gegenüber. “Ich mag die Idee, mich mit jemanden verbinden. Aber ich weiß nicht, ob Menschen dazu bestimmt sind, zusammen zu sein. Man muss eine Menge gemeinsam haben, weise auswählen und wirklich großes Glück haben. Man ist ja nicht mit Zauberstaub eingehüllt. Man muss daran glauben, dass die Liebe da sein wird, wenn man sie braucht.

Einen erneuten radikalen Einschnitt in ihre Karriere hat Claire Danes für den Herbst 2007 vorgesehen. Dann spielt sie für 3 Monate die Hauptrolle der Eliza Doolittle in dem bekannten Theaterstück “Pygmalion“. Und zur Zeit gibt es keinerlei Anzeichen, wann sie wieder für einen Spielfilm vor die Kamera treten wird.